Allgemein Lifestyle

Schluss mit ungerechtfertigter Kritik!

Wer unsere Instagram Stories verfolgt weiß, dass wir stets versuchen, unsere Reichweite für Themen zu nutzen, die Mehrwert bieten und uns wichtig erscheinen und auch Lebensbereiche ansprechen, vor denen andere womöglich die Augen verschließen.

Gestern haben wir in unserer Instagram Story ein Thema angesprochen, welches sehr viel Feedback ausgelöst hat und zu dem wir sehr viel Zuspruch erhalten haben. Deswegen wollten wir diese Gedanken auch in Form eines Blogposts festhalten.

In letzter Zeit ist uns auf Instagram, in der Kommentar Sektion aber auch in anderen Social Media Foren etwas aufgefallen, zu dem wir gerne Stellung beziehen möchten:

Immer häufiger bekommen wir mit, dass Menschen, die eine positive Message vermitteln möchten, sich für einen guten Zweck einsetzen und dies öffentlich kundtun,  kritisiert werden und negative Nachrichten erhalten. Kritisiert, weil sie ‚dafür in anderen Bereichen verbesserungsfähig sind.´


Aussagen wie ‚Ich achte beim Kauf meiner Kosmetikartikel, dass die Inhaltsstoffe biologisch und tierversuchsfrei sind‘ werden mit Argumenten wie ‚..aber du isst Fleisch‘ bemängelt.

‚Ich versuche mich vegetarisch zu ernähren um unserer Umwelt etwas gutes zu tun‘ – ‚..dann hör doch auf sooft das Flugzeug/Auto zu benutzen‘

‚Ich bin absoluter Pelzmantelgegner‘ – ‚…denk doch mal nach wenn du bei xy Klamotten kaufst. Die werden nämlich von Kindern hergestellt und ausserdem benutzt du bei deinen täglichen Einkäufen viel zu viel Plastik. Das ist sooo unnötig und schlecht für unsere Umwelt!‘


Immer häufiger scheint es für uns so, als würde alles was man macht, alles wofür man steht und alles wofür man sich einsetzt, auf die Waagschale gelegt werden und mit Bereichen, die noch verbesserungsfähig sind, aufgerechnet wird. Kritiker versuchen Kontra-Argumente für Positives zu suchen und Menschen, die Gutes verbreiten möchten, niederzumachen, weil sie andere Bereiche nicht beachten. Bereiche, die ebenfalls verbesserungsfähig seien, Bereiche die sogar viel wichtiger seien als die Sache, für die sie sich einsetzen. Will man auf wichtige aber ‚heikle‘ Themen aufmerksam machen und eigentlich Gutes bezwecken, muss man sich darauf gefasst machen, dass viele Menschen negativ darauf reagieren werden, einen zurecht weisen möchten und darauf hinweisen werden, dass man sich jedoch in sehr vielen anderen Bereichen noch nicht perfekt verhält – und dies meist in einer unangebrachten Art und Weise.

Dies finden wir furchtbar falsch. Steht jemand für positive Dinge und setzt sich dafür ein, Veränderungen zu schaffen – sollte man ihn hierbei nicht besser unterstützen? Anstatt ihn darauf hinzuweisen, was er immer noch falsch machen würde?

Es ist nicht richtig, diese positive Energie zu trüben und zu versuchen, die Aufmerksamkeit auf eine andere Sache zu lenken. Eine Kleinigkeit zu finden, die noch nicht perfekt ist und sich darauf zu stürzen um somit das Positive wieder ‚auszugleichen.‘ 

Haben wir Angst davor ‚schlechter‘ zu sein? Uns eingestehen zu müssen, dass wir uns in dieser Hinsicht noch nie Gedanken gemacht haben?  Selbst nicht besser zu sein? Selbst in keinster Weise dazu bei zu tragen, etwas zu verändern/zu verbessern?


Ihr wisst ja, dass wir uns seit Jahren vegetarisch und uns momentan sogar vegan ernähren. Erzählt uns jemand, dass er sich von nun an ebenfalls vegetarisch ernähren möchte, so käme es uns nie in den Sinn dies zu kritisieren oder zu hinterfragen warum er es nicht gleich mit der veganen Ernährung versuchen möchte. Wir versuchen sein jetzigen Vorhaben zu pushen ‚Wow, cool, du isst kein Fleisch!‘ – anstelle zu nörgeln ‚Vegetarisch ist ja schön und gut, aber kannst du bitte die Milch, die Eier, den Käse, die Butter, die Schokolade, dieses und jenes auch noch weglassen? Das ist genauso schlimm!‘


Jeder sollte für die Dinge einstehen, die einem am Herzen liegen und sich in den Bereichen verändern in denen es für einen selbst möglich ist. Von niemanden sollte verlangt werden, rund um perfekt zu sein und sich in jeder Hinsicht vorbildlich zu verhalten – das ist nicht möglich. Niemand kann (und will?) von heute auf morgen sein Leben auf den Kopf stellen und alles um 180Grad drehen. Nur weil jemand dazu steht, sich in einem Bereich zu verändern, hat niemand anderer das Recht eine andere ‚Schwachstelle’ zu suchen und diese zu kritisieren. Jeder beginnt klein, jeder hat andere Voraussetzungen und Ausgangspunkte, andere Möglichkeiten etwas zu bewirken und jeder setzt seine Prioritäten anders. 

Wir sollten uns an unserer eigenen Nase packen, bevor wir über andere urteilten und uns das Recht herausnehmen zu kritisieren. Kleine Schritte in die richtige Richtung, die jeder von uns setzen kann, sind nötig, um Großartiges zu schaffen – jedoch nicht das zurechtweisen Einzelner, um sie ‚rundum perfekt’ zu machen. Jeder kann in irgendeiner Weise etwas zu dieser Thematik beitragen.


Da es zum Glück immer mehr Menschen/Blogger/Influencer gibt, die ihre große Reichweite dafür nutzen, auf wichtige Themen aufmerksam zu machen, fällt uns diese ‚Schattenseite‘ ebenfalls immer häufiger auf. Wir hoffen, durch unsere Story und/oder diesen Beitrag auf dieses Problem aufmerksam zu machen, um auch auf ein bisschen mehr Verständnis für diejenigen hinzuweisen, die diesen Schritt gehen.

Allen (zukünftig) Betroffenen können wir nur raten: Lasst euch davon nicht unterkriegen. Das wichtigste ist immer, sich selbst treu zu bleiben, sich von seinem Weg nicht abbringen zu lassen und sich von diesen Meinungen nicht beeinflussen zu lassen.

Gestern hat uns eine Followerin auf diese Story mit einem passenden Zitat geantwortet: „Sobald du anfängst, vor deiner eigenen Tür zu kehren, kommt jemand und erklärt dir wie du den Besen zu halten hast“ 😀

 

xx Julia & Stephanie

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