Allgemein Fitness Food Lifestyle

WERDEN WIR VEGAN? Wir machen den Versuch!

WERBUNG

Hallo ihr Lieben,

Wie ihr durch unsere Social Media Kanäle mitbekommen habt, ernähren wir uns mittlerweile schon über zwei Jahre vegetarisch. Von Beginn an schwebte ebenfalls der Gedanke in unseren Köpfen umher, vegan zu werden. Milch und Eier stehen schon lange nicht mehr auf unserem Speiseplan, unser einiges ‚Laster‘ ist der Käse 😀 Wir lieben es, Gerichte mit Mozzarella zu überbacken, einen Kornspitz mit Gouda zu verspeisen oder ab und an eine Pizza Magharita zu bestellen.
Natürlich haben wir uns auch in diesem Aspekt nach Alternativen umgesehen, jedoch noch keine gefunden die uns zusagt.

Als fitness-fokussirter Mensch spielt in unserer Ernährung natürlich auch unser Proteinbedarf eine große Rolle. Waren wir früher ein großer Fan von Huhn, Pute, Eier und jeder Menge Magerquark, so konzentrieren wir uns nun darauf, unseren Eiweißbedarf durch pflanzliche Quellen zu decken.

Wir haben den Entschluss gefasst, ein Monat vegan zu essen – also den gesamten Februar. Was wir ändern werden, wie wir unseren Proteinbedarf decken und wie es uns damit geht, erfahrt ihr in diesem Blogpost.


tumblr_o4vhlrWkNS1sedu7ro1_400
Credits: quickmeme.com

Besonders für Bodybuilder, Hobbysportler oder Menschen, die Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung legen, spielen Proteine eine große Rolle. Proteine zählen zu den drei Makronährstoffen und finden sich in nahezu jedem Lebensmittel.

Grob gesprochen werden tierische und pflanzliche Eiweißquellen unterschieden:

  • Zu den tierischen Quellen zählen Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier aber auch Supplemente wie Whey und Casein Protein. Hier auch unsere Veränderung: Eines der wenigen ’nicht veganen‘ Nahrungsmittel, welche wir bislang zu uns genommen haben, ist Whey. Whey ist Molkeprotein – es wird also aus Kuhmilch gewonnen und im Februar von uns nicht konsumiert 🙂
  • Das Gute: Pflanzliche Alternativen stehen den tierischen Quellen in nichts hinterher. Es gibt jede Menge Alternativen, aus denen wir dieses Monat unseren täglichen Eiweißbedarf decken werden. Pflanzliche Proteine gibt es auch in Pulverform, z. B. Reisprotein, Lupinenprotein, Erbsenprotein und Hanfprotein.

Statt Whey benutzen wir den ‚VEGAN PRO Complex‘ von ESN. Besonders die Geschmacksrichtungen ‚Spicey Chai Latte‘ und ‚Smooth Chocolate‘ lieben wir.


PFLANZLICHE PROTEINE – her damit! 

Wir sind ein großer Fan von Hülsenfrüchten jeder Art – Kidneybohnen, Linsen, Kichererbsen und Nüssen. Sie liefern Vitamin B1, B6 und Folsäure, sind gut für die Darmgesundheit und für den Cholesterinspiegel und ihr hoher Kaliumanteil senkt zudem den Blutdruck.

Hier eine kurze Auflistung pflanzlicher Proteinquellen in 100g und den jeweiligen Proteinanteil in g:

100g Quinoa                                      –              15g
100g Sojabohnen                              –              16g
100g weiße Bohnen                         –              9g
100g Lupinen Mehl                         –              41g
100g rote Linsen                              –              23g
100g Kidneybohnen                       –              7g
100g Kichererbsen                         –              6,5g
100g Erdnussbutter                       –              26g
100g Sonnenblumenkerne           –              27g
100g Tofu                                         –              16g


Eine weitere tolle Alternative für Fleisch sind getrocknete Filetstücke aus Erbsen- oder Soyaprotein. Es gibt hier SOOOO viele verschiedene ‚Sorten‘ -> Fleisch zu meiden war noch nie so einfach. Die Nährwerte sind 1A: 100g haben 70g Proteine, was will man mehr?

Die Zubereitung ist ebenfalls so einfach: Die Filets werden mit heißer Suppenbrühe übergossen bis sie weich sind und anschließend wie Fleisch zubereitet. Wir braten die Stücke gerne in Zwiebeln an, machen uns Bolognese für Nudelgerichte oder benutzen sie für ‚Chili con Carne‘ – soooo lecker, das müsst ihr einfach testen!!! 🙂
Auch wenn man sich dies als ‚eingefleischter Fleischesser‘ (:D) vielleicht nicht vorstellen kann: pflanzlicher Fleischersatz schmeckt einfach göttlich und steht wahnsinnig oft auf unserem Speiseplan!


world-vegan-day
Credits: Matt Groening

Auch von den pflanzlichen Kuhmilch-Alternativen sind wir begeistert: Cashew-, Mandel-, Haselnuss-, Kokos-Schokoladen-, Reis-, Hafer- oder Soja-Vanille Milch – ein Traum!
Pflanzliche Milch hat uns schon lange bevor wir vegetarisch geworden sind besser geschmeckt und wir trinken sie seit über 5 Jahren.

Auch beim Backen haben wir tolle Alternativen gefunden: Eier kann man super mit Apfelmus oder Chia Samen Pudding ersetzen – probiert es mal aus, es ändert sich weder die Konsistenz, noch der Geschmack!


Credits: vivolife.co.uk
beef-vs-veg-protein-content-pe_1510453163
Credits: nonhuman.org

Doch Vorsicht – eine weitere Unterscheidung bei der Art der Proteine, bildet das Unterscheidungsmerkmal der ‚Vollständigkeit‘. Es gibt ‚vollständige‘ und ‚unvollständige‘ Proteinquellen. Achtet stets darauf, genügend vollständige Proteine in eure Ernährung einzubauen, um euren Körper bestmöglich zu versorgen.
Vereinfacht gesagt: Proteine bestehen aus Aminosäuren. Aminosäuren sind lebensnotwenig für unseren Körper. Man unterscheidet 22 Aminosäuren, von denen unser Körper über die Hälfte selbst herstellen kann. Doch woher bekommen wir nun die anderen Aminosäuren? Ganz einfach – wir nehmen sie durch unsere Ernährung auf!
Und nun die logische Schlussfolgerung: Lebensmittel, welche uns alle Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann, liefert – bezeichnet man als ‚vollständige Proteinquellen‘. Lebensmittel, welche nur einen Teil der Aminosäuren  liefern, werden als ‚unvollständige Proteinquellen‘ bezeichnet.

Jeeeeede Menge pflanzlicher Lebensmittel weisen diese Vollständigkeit auf:

  • Quinoa
  • Buchweizen
  • Hanf und Chia Samen
  • Spirulina
  • Sojaprodukte

Unvollständige Proteinquellen sind:

  • Nüsse und Samen
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Gemüse
    .

Doch nur weil diese Lebensmittel nicht alle Aminosäuren aufweisen, heißt dies lange nicht, dass man sie nicht ‚aufwerten‘ kann 🙂
Man kann Proteinquellen super einfach kombinieren um aus unvollständigen Proteinquellen vollständige zu kreieren. Das Beste daran ist, dass man diese Lebensmittel nicht unbedingt zusammen essen muss – es reicht, wenn man täglich darauf achtet, genug von allem zu konsumieren.

Einige Beispiele sind:

  • Reis und Bohnen
  • Spinat mit Mandeln
  • Kichererbsen mit Vollkorn-Pitas
  • Vollkorn-Nudeln mit Erdnusssauce
    .

Wir fühlen uns, körperlich und mental, sehr viel besser seit wir versuchen tierische Lebensmittel aus unserer Ernährung zu streichen und sind gespannt wie sich dieses Monat auf uns auswirkt. Es ist unserer Meinung einfach nicht notwendig Fleisch zu essen und wir können uns unter keinen Umständen vorstellen, diese Entscheidung rückgängig zu machen. Ob wir uns langfristig zu 100% vegan ernähren werden, haben wir noch nicht entschieden.

Es ist nicht notwendig, von heute auf morgen sein Leben umzustellen – der richtige Ansatz ist es, sich einfach mal mit dieser Thematik zu befassen, sich zu überlegen was man anderen Lebewesen und unserer Erde ‚antut‘ – für ein bisschen Genuss (den man auf andere Weise ebenfalls haben kann). Es erscheint uns einfach nicht richtig, andere ‚Mitbewohner unsere Erde‘ zu töten, um etwas zu bekommen, das wir nicht brauchen.

 

xx Julia & Stephanie

maxresdefault
Credits: vegavita.at
unnamed
Credits: vegavita.at
Bildschirmfoto 2015-04-13 um 14.45.41
Credits: vegavita.at

Comments (4)

  • Super post,wie immer eigentlich 😀

    Antworten
  • Wie seit ihr dazu gekommen euch in die vegan Richtung zu begeben? Was oder wer hat euch dazu inspiriert? 🙂

    Antworten
    • wenig fleisch haben wir eigentlich schon immer gegessen aber nachdem wir uns in letzter zeit intensiver mit den ethnischen und gesundheitlichen aspekten vertraut gemacht haben, war uns klar, dass wir fleisch komplett von unserer speisekarte streichen möchten, was uns nicht schwer gefallen ist 🙂 als vegan bezeichnen wir uns allerdings nicht 🙂

      Antworten
  • Toller Blogpost! Bewegt zum Nachdenken… Ihr beschreibt euch selbst (noch?) nicht als Veganer, habt Ihr vor, es zu werden?
    Liebe Grüße

    Antworten

Write a comment

0