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DIE LOGIK HINTER DEM ZU-UND ABNEHMEN

Hallo ihr Lieben,

Grundsätzlich fällt uns immer wieder auf, wie kompliziert es vielen erscheint, seinen Körper zu verändern.  ‚Wie viel Liter Detox Tee muss ich trinken um 5kg abzunehmen?‘ ‚Ich habe heute einen Teller Spaghetti Carbonara gegessen, nehme ich davon zu?‘ ‚Nehme ich ab, wenn ich abends keine Kohlenhydrate esse? ‘ All das sind Fragen, die uns täglich erreichen und die wir gerne für alle beantworten möchten.

Begriffe wie ‚Kaloriendefizit und -überschuss‘, Gesamtumsatz oder Grundumsatz können anfangs leicht verwirren und die zahlreichen Mythen können einen aus dem Konzept bringen. Theoretisch ist es aber total einfach zu- bzw. abzunehmen – alles worauf es ankommt ist die Kalorienbilanz – und die lässt sich super einfach berechnen! J

Wir wollen euch nun in ein paar Schritten zeigen, wie ihr leicht ausrechnen könnt, wie ihr ab-bzw. zunehmt – denn es steckt ein total logisches System dahinter.
Dann fangen wir auch gleich mal an!


Schritt 1: WAS MÖCHTE ICH?
Zu Beginn sollte eines natürlich feststehen: das Ziel. Was ist deine Idealvorstellung? Was möchtest du erreichen und verändern? Du musst dir über dein Ziel, das du erreichen möchtest, im Klaren sein, denn nur, wenn du weißt was du willst, kannst du es erreichen.
Es gibt es grundsätzlich drei Varianten:

  • Körperfettreduktion
  • Das aktuelle Gewicht halten
  • Masse aufbauen

Egal wie wir unseren Körper verändern möchten, ob wir abnehmen, zunehmen oder unser Gewicht halten möchten: der entscheidende Faktor sind weniger die Lebensmittel die wir essen, sondern die Menge an Kalorien, die wir zu uns nehmen.


Schritt 2: WIE KOMME ICH AN MEIN ZIEL?
Zwei Werte sind von großer Bedeutung: der Grund – und der Gesamtumsatz.

Zu Beginn ist es vorteilhaft zu wissen, wie viele Kalorien unser Körper im Ruhezustand benötigt. Diesen Wert nennt man den GRUNDUMSATZ. Er bezeichnet die Menge an Kalorien, die unser Körper pro Tag bei völliger Ruhe, bei Indifferenztemperatur (28 °C) und nüchtern (d. h. mit leerem Magen) zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt.

Der zweite Wert, der mindestens genauso wichtig ist, ist der GESAMTUMSATZ. Der Gesamtumsatz gibt an, wie viele Kalorien wir tatsächlich an einem Tag verbrauchen. Bei der Berechnung dieses Wertes spielt nämlich unsere Aktivität eine Rolle. Wir alle bewegen uns täglich: Wir sitzen, sprechen, gehen, essen und verdauen. All das verbraucht Kalorien. Selbst wenn wir den ganzen Tag im Bett liegen und Serien schauen, verbrauchen wir Kalorien.
Stellt also der Grundumsatz den theoretischen Wert dar, den unser Körper braucht bzw. verbraucht, nur um seine Organe  mit Energie zu versorgen, so stellt der Gesamtumsatz den Wert dar, der tatsächlich verbraucht wird. Ganz einfach oder? :)

Je mehr wir uns bewegen, umso mehr Kalorien verbrauchen wir. Deshalb berücksichtigt man beim Berechnen des Gesamtumsatzes auch den ‚Aktivitätsfaktor‘, der umso höher ist, je mehr wir uns bewegen.

Um den Gesamtumsatz zu berechnen müssen wir den Grundumsatz mit dem Aktivitätsfaktor multiplizieren.

Grundumsatz bei Frauen: (9,99 x Gewicht in kg) + (6,25 x Größe in cm) – (4,92 x Alter in Jahren) – 161
Grundumsatz bei Männern: (9,99 x Gewicht in kg) + (6,25 x Größe in cm) – (4,92 x Alter in Jahren) + 5

Nun multiplizieren wir das Ergebnis mit dem Aktivitätsfaktor. Hier eine Tabelle um die passende Zahl zu ermitteln:

  • 1,2: Menschen mit ausschließlich sitzender bzw. liegender Lebensweise
    (z.B. alte, gebrechliche Menschen)
  • 1,3 – 1,5: Menschen mit fast ausschließlich sitzender Arbeitsweise und wenig Freizeitaktivitäten (z.B. Menschen, die viel am Schreibtisch arbeiten)
  • 1,6 – 1,7: Menschen, die überwiegend im sitzen arbeiten, mit zusätzlichen gehenden / stehenden Tätigkeiten (z.B. Schüler, Studenten, Kraftfahrer,  Laboranten)
  • 1,8 – 1,9: Menschen mit überwiegend gehenden / stehenden Tätigkeiten
    (z.B. Hausfrauen, Kellner, Handwerker, Verkäufer/innen)
  • 2,0 – 2,4: Menschen mit körperlich anstrengenden Tätigkeiten
    (z.B. Landwirte, Bergleute, Leistungssportler)

Der Gesamtumsatz dient nun als Richtwert für die Kalorienmenge die man täglich zu sich nehmen kann ohne dabei zu- oder abzunehmen. Diejenigen die ihr Gewicht halten möchten, sollten sich an diesem Wert orientieren.


Schritt 3: WIE NEHME ICH AB?
Grundsätzlich lässt es sich ganz einfach sagen, dass man für die Körperfettreduktion, also den Vorgang damit der Körper Fett abbaut, ein KALORIENDEFIZIT benötigt. Ein Kaloriendefizit bedeutet, dass man seinem Körper weniger Kalorien zuführt, als er verbraucht.

Grundsätzlich bezieht unser Körper seine Energie aus der Nahrung, die wir ihm zuführen. Wenn man nun dem Körper weniger Energie zuführt, muss unser Körper die Energie von einer anderen Quelle beziehen – er verbrennt Fett.
Man zieht also vom Gesamtumsatz Kalorien ab um ein Kaloriendefizit zu berechnen.

Wie hoch dieses Kaloriendefizit ausfällt, ist individuell festlegbar und hat Vor- und Nachteile. Manchen fällt es schon schwer auf die tägliche Schokolade vor dem Fernseher zu verzichten, während andere beinahe mühelos monatelang lediglich 1000 Kalorien essen. Durchhaltevermögen, Willensstärke und Disziplin spielen eine große Rolle.
Entscheidet man sich für ein hohes Defizit liegt der Vorteil selbstverständlich darin, schneller an seinem Ziel anzukommen. Der Nachteil ist die große Einschränkung, der Verzicht und die eventuell verloren gehende Lebensqualität. Hohe Kaloriendefizite werden meist dann gewählt, wenn sie lediglich über einen kurzen Zeitraum eingehalten werden.
Wählt man ein kleineres Defizit, so wird man logischerweise mehr Zeit einplanen müssen, um sein Ziel zu erreichen. Der positive Aspekt davon ist die geringere Einschränkung, die Möglichkeit, ab und zu zu sündigen und der geringere Druck den wir uns auflasten.

Der Mittelwert liegt bei etwa 20% von unserem Gesamtumsatz. Man multipliziert also den Gesamtumsatz mit 20 und teilt diesen Wert durch 100. Das Ergebnis stellt die Kalorien dar, welche eingespart werden sollten.

Beachtet ihr diesen Wert, werdet ihr mit Sicherheit abnehmen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele der Ansicht sind, es gäbe Lebensmittel, durch die man automatisch zu- bzw. abnimmt und  man könne Lebensmittel in ‚gut‘ und ‚schlecht‘ einteilen. Dies ist schlichtweg falsch. Entscheidend ist nicht das Vermeiden aller ‚schlechten Lebensmittel‘ sondern die Menge.
Es ist demnach auch nicht verboten, ab und zu zuckerhaltige oder fettige Speisen zu essen. Ob ihr abends Kohlenhydrate esst, euch einen Teller Spaghetti Carbonara oder mal eine Pizza gönnt – all dies spielt keine Rolle solange ihr in einem Kaloriendefizit bleibt. Natürlich sollte sich dies in Grenzen halten und der Großteil der Ernährung gesund und ausgewogen sein. Verbieten muss man sich jedoch auch nichts solange die Balance stimmt.

Oft werden wir auch gefragt, wie man denn beispielsweise am Bauch abnehmen kann, seinen Oberschenkelumfang verringern kann oder abnehmen kann, ohne seine Oberweite zu verlieren. So schade es auch ist – wir können uns leider nicht aussuchen an welchen Körperstellen wir Fett abbauen. Dies ist genetisch festgesetzt und wir können dies nicht beeinflussen.


Schritt 4: WIE NEHME ICH ZU?
Nun zu denjenigen, die Masse aufbauen möchten: Hier dreht sich das Spiel einfach um und man versucht mehr Nahrung zu sich zu nehmen, als man verbrennt – logisch! :)
Wichtig ist es natürlich auch, sein Training anzupassen – Muskeln wachsen (leider) nicht nur durch einen Kalorienüberschuss sondern benötigen dafür einen Reiz, den man bestenfalls durch gezieltes Krafttraining erzeugt.
Wir sollten jedoch immer versuchen mit dem Kalorienüberschuss nicht zu übertreiben, da der Körper die überschüssigen Kalorien sonst als Fettpölsterchen einlagert.

Wir hoffen, wir konnten eure Fragen zum Thema Ab-bzw. Zunehmen beantworten!

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr sie gerne als Kommentar hinterlassen :)

xx Julia & Stephanie

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